Bio rein, Chemie raus: die Vision einer Biofabrik

Wie sich mit Infografiken visionäre und komplexe Themen veranschaulichen lassen

Infografiken sind hervorragende Werkzeuge, um neuartige Prozesse und Technologien für Leser*innen greifbar zu machen. Bei einem Artikel für das Magazin „Technologieland Hessen“ zum Thema Biofabrik haben wir uns daher für diese Darstellungsform entschieden.

Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann gilt das nochmals gesteigert für eine Infografik. Als visuell aufbereiteter Inhalt eignet sich eine solche Grafik erstklassig, um abstrakte und innovative Themen zu veranschaulichen. Aus diesem Grund kommt die Infografik häufig als eine eigenständige redaktionelle Darstellungsform zum Einsatz – so auch bei uns, wenn wir uns mit verzwickten Prozessen und anspruchsvollen Technologien beschäftigen.

Ein Beispiel dafür findet sich im Magazin „Technologieland Hessen“ der Hessen Trade & Invest GmbH, dessen siebte Ausgabe vor kurzem erschienen ist. Zu dem Magazin mit dem Schwerpunkt „Produktion der Zukunft“ hat SCRIPT unter anderem einen Artikel über Biofabriken beigesteuert. Dabei mussten wir uns zwei Herausforderungen stellen: Erstens steckt hinter einer Biofabrik ein komplexes Modell, das verschiedenste Rohstoffe, Produktionsprozesse und Endprodukte umfasst. Zweitens ist die Biofabrik noch überwiegend Zukunftsmusik. Bislang existiert also kein realer Fall, anhand dessen sich das Modell erklären lässt. Für beide Hürden gab es aber eine gemeinsame Lösung: Infografik!

Mit Teamwork zur visualisierten Biofabrik

Um eine anschauliche Darstellung zu erarbeiten, haben die Redakteure eng mit der Grafikerin zusammengearbeitet. Als Vorarbeit hat die Redaktion das Thema von allen Seiten erschlossen und ein Grobkonzept für die Visualisierung erarbeitet: in diesem Fall eine Dreiteilung von Input (Rohstoffe), Verarbeitung (Produktionsprozesse) und Output (Endprodukte). Zusammen mit den Redakteuren hat die Grafikerin dann die Biofabrik vom ersten Scribble bis zur Reinzeichnung in Form gebracht.

Und so sieht das Ergebnis aus:

Die Abbildung zeigt schematisch, wie in einer Fabrik biobasierte Rohstoffe in ihre Bestandteile zerlegt, umgewandelt und veredelt werden. Mit der Energie aus Wind- und Solaranlagen werden elektrosensible Mikroorganismen in einer Brennstoffzelle unter Strom gesetzt, um Kraftstoff und Chemikalien aus CO2 herzustellen. Aus entrindetem und zerkleinertem Holz wird Lignin und Zucker, die zu Füllstoff oder Chemikalien weiterverarbeitet werden. Fermentiert man Trester mit bestimmten Pilzen, entstehen interessante Aromen, aus denen sich Limonaden ohne Zusatz künstlicher Aromen brauen lassen. Aus herausgelösten Zellulosefasern und Kunststoffrezyklat entsteht hochwertiges Granulat für die Produktion verschiedener Kunststoffprodukte.

Grafik und Text als Einheit

Mit dieser Infografik bleibt die Biofabrik zwar weiterhin eine komplexe Angelegenheit, wird aber ein Stück weit klarer. Zusammen mit dem Text, der die Zeichnungen erläutert und die Rahmenbedingungen einer biobasierten Wirtschaft umreißt, entfaltet die Grafik dann ihre volle Wirkung. Wer den kompletten Biofabrik-Artikel oder gleich das ganze HTAI-Magazin lesen möchte, kann über den folgenden Link das PDF einsehen bzw. ein gedrucktes Exemplar bestellen. Das Technologieland Hessen ist auch auf LinkedIn, Facebook und weiteren Webkanälen anzutreffen.