Leben (und arbeiten) mit Corona

16.03.2020

„Die Ausbreitung von Corona verlangsamen“ ist die Strategie, die in Deutschland und in der EU verfolgt wird. Das heißt umgekehrt: Die Ausbreitung lässt sich nicht verhindern. Also geht es ganz praktisch um „Leben (und arbeiten) mit Corona“.

Rational hat schon vor Wochen mancher begriffen, dass der Ernstfall da ist. Unsere Kunden, wir selbst als Agentur, beschäftigen uns also schon länger mit der Frage, wie man sich organisieren kann, wenn die Mobilität eingeschränkt wird, wenn es gar zu Quarantäne kommen muss. „Homeoffice“ ist eingerichtet, soweit es nur geht.

Strenge Hygieneregeln für das Büro und den Betrieb wurden kommuniziert. Die Konsequenzen für das eigene Geschäft wurden und werden durchdekliniert, Risiken und Chancen analysiert. Mögliche Hilfen werden eruiert, vom KfW-Überbrückungskredit bis zum Kurzarbeitergeld. So bemühen wir uns alle, gesundheitliche Risiken und wirtschaftliche Schäden zu begrenzen.

Aber die Begrenzung von Risiken ist keine tragfähige Perspektive für Unternehmen und Mitarbeiter*innen. „Wir wollen die nächsten Monate irgendwie überstehen“, reicht nicht.

Denn wir haben damit die Frage noch nicht beantwortet, wie wir mit Corona leben und arbeiten können und wollen. Wir sagen Messen, Veranstaltungen, Dienstreisen, Meetings, das gemeinsame Essen in der Kantine, das Kaffeetrinken an der Bar, die Zigarette in der Raucherecke vor der Tür ab … und sagen nicht, wie wir all dies ersetzen.

Menschen sind soziale Wesen

Menschen sind aber soziale Wesen. Sie suchen die Begegnung, die Nähe von anderen Menschen, den Austausch, Bestätigung, Unterhaltung, Zerstreuung – mit einem Wort: Menschen wollen ein „Wir“ erleben.

Dieses „Wir“ erlebbar zu machen, für Kunden und für Mitarbeiter*innen, das ist die große Herausforderung der Kommunikation in Zeiten der Pandemie. Es geht nicht um die Verlagerung von Transaktionen auf digitale Kanäle. „Endlich mehr Homeoffice“ ist nicht auf der Höhe der Herausforderung. Alle Plattformen, die digitale Kollaboration, Webinare, Webcasts etc. ermöglichen, boomten ohnehin schon und boomen jetzt halt noch ein wenig mehr. Aber dieses „Wir“ erlebbar zu machen, ist nicht allein eine Frage der technischen Strukturen und Logistik, sondern vor allem eine inhaltliche und redaktionelle Frage.

Eines ist klar: Das Wir-Gefühl und die Identifikation mit dem eignen Unternehmen leiden unter wochen- oder womöglich monatelangen Einschränkungen der Zusammenarbeit und des persönlichen Austauschs. Wie stellen wir Nähe her; wie vermitteln wir nicht nur Informationen, sondern Emotionen; wie schaffen wir es, gemeinsam zu lachen? Wie veranlassen wir unsere Kunden, die wir auf der Messe nicht treffen können, an unserem Live-Streaming oder Webcast teilzunehmen?

„In Krisenzeiten musst Du Nähe schaffen.“ Diese Maxime gilt für die interne Kommunikation im Unternehmen wie für die Kommunikation mit den Kunden. In diesem Sinne beraten und unterstützen wir eine Reihe unserer Kunden in der internen Kommunikation zu Corona: bei der Produktion von CEO-Webcasts, bei der Erstellung von Reden und Newslettern und bei der Etablierung interaktiver digitaler Formate in der Führungskräftekommunikation. Wir danken unseren Kunden BWI, CWS, dwpbank, Interhyp und Telefonica Deutschland für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit!

Menschen wollen ein „Wir“ erleben.
Wir schaffen Nähe!

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